Samstag, 20. Februar 2016

Adios lieber MiniHomer - Mta. Roja de Fuerteventura - 15.01.2016


Am 14.01.2016 war ich zu meiner grossen Freude in Lanzarote und traf dort meine liebe Internetfreundin "Tamina de Caleta". (Sie ist mittlerweile schon eine sehr wertvolle persönliche Freundin geworden).d Mit ihr und ihrer Freundin Gabi verbrachte ich einen wunderschönen Tag in Lanzarote.

Tamina hatte mich schon früher mal gebeten, ob ich mit ihrer Freundin Gabi eine Wanderung in Fuerteventura machen würde und das habe ich natürlich gerne zugesagt. Ich verabredete mich mit Gabi für den nächsten Tag, sie kam morgens mit der Fähre an und wir starteten Richtung Mta. Roja de Fuerteventura (es gibt ja eine gleichnamige "Schwester" in Lanzarote, der "Hausberg von Playa Blanca".
Von dieser Wanderung gibt es keine aktuelle MiniHomer-Aufzeichung (Erklärung folgt dann noch), ich habe aber eine Aufzeichung einer früheren Wanderung, die ziemlich genau die gleiche Streckenführung hatte.

Ein guter Startpunkt ist bei der FV1, so ziemlich am Ende der Dünen. Man kann da am Strassenrand ganz gut parken. Ein Stück gingen wir durch Gelände in den "Barranco de la Pila" rein. Zuerst noch der Blick auf unser heutiges Objekt der Begierde, die schöne Mta. Roja

Wir gingen dann eine Weile durch den Barranco aufwärts. Der Barranco selbst ist schon eine Wanderung wert, immer wieder interessante Gesteinsformationen, alleine dort könnte man schon stundenlang herumwandern. Wir gingen aber relativ zügig durch, weil wir ja auf die Mta. Roja wollten:

Nach etwa 2 km biegt links ein schön angelegter Wanderweg zur Mta. Roja ab. Und dies ist eher kurios. Unten auf der FV 1 steht keinerlei Hinweistafel auf diese Wanderung, hier mittendrin - wo man ja eher nur zufällig hinkommt, wenn man es nicht weiss (ich selbst kenne es mittlerweile natürlich) beginnt dann plötzlich dieser schöne Wanderweg. Kurios auch die Zeitangabe, bei uns stimmte sie aber zufällig sogar :D

Und dann auf dieser Kuppe ist der Wanderweg plötzlich wieder zu Ende! Keinerlei Hinweis, wie es auf die Mta. Roja weitergeht. Mittlerweile weiss ich natürlich, dass man einen Barranco durchqueren muss und man findet dann wieder einen Pfad, der tatsächlich raufführt. Aber das muss man erst mal finden!!!!! *lol* Allerdings ist das Gelände dort nicht allzu schwierig

Nun, wir beide fanden den Pfad natürlich und machten uns auf den Aufstieg. Wirklich schwierig ist nur ein kurzes steiles, eher rutschiges Stück. Gute Schuhe sind ein Muss, dann geht es schon.
Gabi ist aber auch bergerfahren und war entsprechend ausgerüstet. wir sahen auch, dass oben schon "jemand" auf uns wartete :D

Oben am Kraterrand angelangt, fiel mir zuerst diese Tafel auf, die bei meinen früheren Besteigungen nicht da war. Da steckt offebar eine Tragödie dahinter, denn die Inschrift bedeutet sinngemäss "unvergesslich". Also ist dort offenschtlich jemand verunglückt. Wenn die Vulkane auch nicht allzu schwierig zu begehen sind, man darf sie nicht unterschätzen. Man muss bei jedem Schritt aufpassen und auch auf die Windverhältnisse achten. Ich habe schon öfters Wanderungen knapp vorm Ziel abgebrochen, wenn der Wind zu arg war

Nach diesem doch sehr zum Nachdenken anregenden Moment gingen wir dann den wunderschönen Kraterrand entlang zur höchstens Stelle des Vulkans

Die "Lady", die uns schon beim Aufstieg beobachtet hat, hatte leider Angst vor uns und lief davon. Sie konnte ja nicht wissen, dass von uns eh keinerlei Gefahr ausgeht. Im Gegenteil, ich liebe Ziegen!

Und dann waren wir an der höchsten Stelle des Vulkans angelangt, genossen das angenehme - überraschend windstille - Wetter, verzehrten unsere Jause und genossen die schönen Ausblicke:

Aber irgendwann muss man auch wieder runter! Jetzt die Geschichte von meinem lieben langjährigen Reisebegleiter "MiniHomer". Beim Gipfel habe ich letztesmal draufgeschaut, aber offenbar die seitliche Reissverschlusstasche meiner Bauchtasche nicht verschlossen. Während des Abstiegs schon ziemlich weit unten wollte ich noch einen Blick drauf werfen - er war weg!!!!!!!! Nun, nach meiner ersten Enttäuschung hatte ich mich damit abgefunden, war ja meine eingene Unachtsamkeit und ich konnte es nicht mehr ändern. Da ich ja auch keine Ahnung hatte, wo ich ihn verloren hatte, war auch keinerlei Chance, ihn im Gelände wieder zu finden Ok, das wars halt (scheinbar). Adios lieber zuverlässiger Reisebegleiter!

Aber - und jetzt greife ich weit vor! -- Als ich Ende Jänner zurück nach Österreich kam, fand ich Post von einer sehr lieben Fuerte-Freundin vor. Lange Rede, kurzer Sinn: sie hatte sich selbst vor längerer Zeit einen MiniHomer gekauft, ihn aber nie benutzt. Und sie schenkte ihn mir!!!!!!!!! Meine Freude ist natürlich gross, denn leider wird ja der MiniHomer nicht mehr vertrieben. Ich bin dieses handliche Gerät mit seiner praktischen Software Ntrip so sehr gewöhnt, ich hätte ihn sehr vermisst. Natürlich gibt es andere - und bessere - Geräte auf dem Markt und auch verschiedene Handy-Apps, aber ich liebte dieses kleine Gerät und und daher bin ich dieser lieben Freundin wirklich äusserst dankbar!!! Mein neuer Begleiter ist jetzt gelb statt schwarz:

Da man aus seinen Fehlern lernt, betrachte ich das als wichtige Erfahrung. Ich passe jetzt immer genau auf, dass alle Reissverschlüsse geschlossen sind. Nicht auszudenken, wenn ich z.B. plötzlich ohne Autoschlüssel dagestanden wäre. Oder die Geldtasche mit den wichtigen Karten und Führerschein verloren hätte. Da war dieser doch halbwegs verschmerzbare Verlust besser und ich werde in Zukunft besser auf meine Sachen aufpassen. :)

So, jetzt bin ich abgeschweift, der Abstieg zur FV 1 war nicht allzu schwierig, aber schon sehr steiniges Gelände. Für Gabi und mich aber kein grösseres Problem.


Unten angelangt, noch ein Blick zurück:

Anschliessend machte ich mit Gabi noch eine kleine Rundfahrt durch den Inselnorden, natürlich durfte auch El Cotillo nicht fehlen. Liebe Gabi, falls du das liest: ich hoffe, es hat dir in Fuerteventura gefallen und ich würde mich freuen, falls wir wieder mal gemeinsam wandern würden. Und ich hoffe natürlich, dass wir uns das nächstemal wieder gemeinsam mit "Tamina de Caleta" treffen, egal auf welcher Insel :)

Dienstag, 16. Februar 2016

Eine schöne Rundwanderung - Morro Grande de Fimapaire - 13.01.2016




Dies war eine schöne Rundwanderung, die ich - allerdings mit ein paar Abweichungen - durchaus empfehlen kann. Ich bog - von Villaverde kommend - knapp vor La Oliva links ab und fuhr bis zum Fuß des "Morro Grande de Fimapaire", wo ich in der Nähe der dortigen Finca parkte.
Von dort wanderte ich über einen bequemen Fahrweg durch das Valle de Finimoy (liegt zwischen Escanfraga und dem "Morro Grande de Fimapaire" bzw. dem langezogenen Bergzug dahinter). Wenn man immer weitergehen würde, käme man ca. in Parque Holandaise hinaus. Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit ging ich durch das Gelände auf den Bergzug hinauf. Und dies ist die Einschränkung, die ich eher nicht empfehle. Wenn man nämlich noch eine Weile weitergehen würde, würde man dann auf einen Fahrweg stossen, auf dem man bequem auf den Bergzug raufkommt. Dies würde ich anderen Wanderern empfehlen.
Oben ging ich dann den Bergzug - am Wasserhaus vorbei - entlang, dann noch hoch auf den "Morro Grande" - dort muss man zwar wieder durch Gelände, aber nicht schwierig - von dort wieder ein Stück zurück und über einen holprigen, aber gut begehbaren Weg wieder ins Valle de Finimoy hinunter.
Alles in allem etwa 8 km. Ich war da 3 Stunden unterwegs, das ist aber kein Maßstab, ich blieb sehr oft stehen, genoss die schönen Blicke und besonders auf dem Gipfel oben verweilte ich lange. Aber Wanderungen in Fuerteventura sollen ja keinen Geschwindigkeitsrausch auslösen, sondern Genuss sein. :)

Der grüne Pfeil ist der Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung

Ich startete auf dem sehr bequemen Fahrweg Richtung Osten, wo mich schon die Sonne "anblinkte", der Escanfraga war in Wolken, die Spitze war gar nicht zu sehen.

neben mir die Bergkette, die ich heute besteigen möchte.

Die Wolken auf dem Escanfraga wurden eher mehr als weniger, sonst aber herrlich blauer Himmel

Hier zweigte ich dann ins Gelände ab und ging - nicht schwierig, aber doch etwas mühsam - auf den Bergrücken hinauf wie schon erwähnt, ist dies der einzige Teil der Wanderung, den ich nicht empfehlen würde.

Oben am Kamm angelangt, stieß ich auf den angenehmen Fahrweg. Wie schon bei meiner Einleitung erwähnt, würde ich empfehlen, unten so lange weiterzugehen, bis man diesen Fahrweg erreicht. Die Gesamtstrecke wäre dann zwar länger, aber viel bequemer.
Ich sehe auch schon die Spitze des "Morro Grande de Fimapaire" vor mir, es ist aber noch ein schönes Stück dahin.

Hier ein Panoramabild vom Kamm aus: links die nächsten Bergketten weiter südlich, genau in der Mitte wenn man gerade den Weg weiterschaut die Spitze des Morro Grande, rechts dann der Escanfraga und die Vulkane "Mta.Negra", "Pajarita", "Calderas Blanca" und "Caima".

Diese Kammwanderung ist leicht und herrlich entspannend mit immer wieder schönen Ausblicken (na ja, das Wasserhaus ist nicht gerade schön, aber wohl notwendig)
hier sehe ich den Morro Grande schon schön vor mir :)

Ein Rückblick zum Wasserhaus - jetzt schon ziemlich entfernt

Und jetzt muss ich den bequemen Weg verlassen, um auf den Morro Grande raufzukommen. Dieses Gelände ist aber sehr gut begehbar.

Und dann geniesse ich so richtig den Gipfel, zunächst der Rückblick auf die Bergkette

dann die vielen schönen anderen Ausblicke

Und das absolute Highligt da oben: der Blick in das Innere des kleinen Vulkans "La Calderetilla de Fimapaire" :)


Obwohl dies schon mein dritter Aufstieg auf den Morro Grande war, konnte ich mich kaum von diesen schönen Blicken lösen. Irgendwann musste ich aber doch runter und ging das gleiche Gelände zurück, bis ich wieder zum Weg kam. Dann ging es auf dem etwas holprigen, aber doch recht guten Weg ins Tal hinunter.